Unsere Schafherde
Der Ursprung
Angefangen hat alles mit einem Lamm Namens Torro dass wir im Winter 2003 von einem Züchter bekommen haben und es mit der Flasche aufziehen durften.
Über die Jahre ist unsere Herde immer mehr angewachsen und zählt Heute 50 Muttertiere welche einmal jährlich meistens Zwillinge zu Welt bringen. So sind es im Frühling rund 150 Schafe welche auf unseren Weiden die Landschaft pflegen.
Unsere Rasse
Wir züchten ausschliesslich Shropshire-Schafe welche ursprünglich aus England stammten und Mitte des 20. Jahrhunderts eine der wichtigsten Rassen in Nord-Europa und Nordamerika waren. In der Schweiz zählt diese Rasse rund 600 im Herdenbuch des schweizerischen Schafzuchtverbands eingetragen Tiere. Diese Schafe zeichnen sich durch hervorragende Muttereigenschaften, einem ruhigen Wesen und guter Fleischigkeit aus. Eine wichtige Eigenschaft ist für uns auch das verschmähen von Koniferen, was es uns erlaubt die Tiere in den Tannenbäumen weiden zu lassen ohne das diese Schaden davon tragen.
Verkauf von Zuchtschafen
Seit Jahren sind wir bestrebt unsere robuste Rasse mit guten Mutter- und Fleischeigenschaften in der Schweiz weiter bekannt zu machen und deren Verbreitung auszubauen. Durch unsere Herdebuch-Zucht, können wir laufend reinrassige Jungauen und Zuchtwidder anbieten, welche sich auch für die Kreuzung mit anderen mittelgrossen bis grossen Schafrassen sehr gut eignen.
Ein Jahr mit unseren Schafen
Im Januar beginnt das Jahr gleich mit den Geburten der Lämmer. Unsere Auen haben im Durchschnitt 1.7 Lämmer pro Geburt. Meistens verlaufen die Geburten ohne Probleme und die Lämmchen stehen innert 2 Stunden und stärken sich bei ihrer Mutter mit dem ersten Schluck Milch. In Ausnahmefällen müssen wir eingreifen und den Tieren zur Geburt verhelfen. In einigen Fällen kann das Lamm aus unterschiedlichen Gründen nicht von der Mutter ernährt werden und wir kümmern uns mit dem Fläschchen um die Gesundheit des Lämmchens.
Sobald die Lämmer genug kräftig sind kommen Sie zusammen mit ihrer Mutter in die grosse Box zu den anderen Müttern mit ihren Jungen. Mit der Zeit bildet sich ein richtiger Kindergarten von Lämmern. Damit diese dennoch ihre Ruhe finden, gibt es den Lämmerschlupf in welchen nur die kleinen unterschlupf finden.
Damit die Schafe genügend Bewegung bekommen werden sie regelmässig für ein paar Stunden auf den Trockenauslaufplatz oder bei schönem Wetter auf eine kleine Wiese gelassen. Dabei dürfen erst die mindestens 10 Tage alten Lämmer mitlaufen, da die kleinen noch sehr anfällig auf Erkältungen sind.
Im März, sobald das Wetter besser wird kommen die Mütter mit ihren Lämmern auf die erste nahegelegene Dauerweide, auf welcher sie nun Tag und Nacht auf der Wiese verbringen oder sich Nachts in den Unterstand zurückziehen können. Jetzt beginnen die Lämmer neben der Muttermilch auch Gras zu fressen und werden dadurch immer weniger Abhängig von der Mutter.
Um für den Sommer und das wärmere Wetter gerüstet zu sein, werden die Schafe geschert und legen so ihre dichte Winterwolle ab. Bevor die Tiere mit der Herde weiterziehen, werden zum Schutz vor Krankheiten und schmerzhaften Fehlstellungen, die Klauen geschnitten und gepflegt.
Danach wird die Herde den ganzen Frühling bis in den Sommer hinein von einer Weide zur nächsten ziehen um sich dort satt zu fressen und zu wachsen. Im Juli werden dann die Jungtiere von den Müttern getrennt und nach Geschlecht in unterschiedliche Herden aufgeteilt. Dies ist nötig da ab August unser Zuchtbock wieder zu seinen Auen darf und diese wieder decken soll.
Der August ist ein sehr wichtiger Monat für unsere Schafherde. Mitte Monat werden sämtliche Schafe an der Hofbeurteilung nach drei Kriterien bewertet und Punktiert. Zwei Wochen später werden die besten Schafe jeder Alterskategorie unseren Hof an der nationalen Shropshire-Schau vertretten. Danach fängt für uns der schwierige Teil der Selektion an und wir müssen entscheiden welche Lämmer zur Nachzucht auf unserem Hof bleiben und welche in den nächsten Monaten den Schlachthof aufsuchen müssen.
Im September kommt zum zweiten mal der Scherer und unsere Herde wird ihre Sommer-Wolle los. So bekommen sie wieder ein genug dichtes Vlies bis die kalten Tage beginnen. Bei nassem Wetter wird auch die Klauengesundheit ein grosses Thema weswegen wir all unseren Schafe nochmals die Klauen schneiden und sie danach ein Klauenbad bekommen.
Den Rest des Herbstes weiden unsere Schafe noch auf diversen Flächen bevor der neue Winter kommt. Vor allem in den Tannenbäumen werden sie gebraucht um alles Gras zu verzehren damit an den Verkaufstagen alles gut begehbar ist und die Kunden ohne Problem Ihren Lieblingsbaum auswählen können. Um den Jahreswechsel kommen die Schafe wieder in den Stall und das Schafjahr beginnt von Neuem.